KI-Kompetenz-Nachweis:
Schulungen rechtssicher dokumentieren

Die KI-Kompetenzpflicht gilt seit Februar 2025. Entscheidend ist aus unserer Erfahrung nicht nur die Schulung selbst, sondern ihr Nachweis.
Warum Dokumentation zählt
Der EU AI Act schreibt keine bestimmte Form der Qualifizierung vor. Er verlangt aber, dass Unternehmen ein ausreichendes Maß an KI-Kompetenz sicherstellen. Im Prüfungsfall zählt, was belegt werden kann. Eine lückenhafte oder fehlende Dokumentation wird selbst dann zum Problem, wenn faktisch geschult wurde – ein Muster, das uns in Projekten immer wieder begegnet.
Die drei Ebenen der Kompetenz
Bewährt hat sich ein gestuftes Modell:
Allgemeine Sensibilisierung
für alle, die mit KI arbeiten.
Rollenspezifische Vertiefung
für Fachbereiche wie HR, Recht oder Entwicklung.
Systemspezifische Einweisungen
für die konkret eingesetzten Werkzeuge. Diese Struktur zeigt der Aufsicht, dass Kompetenz gezielt und nicht pauschal vermittelt wird.
Was in die Dokumentation gehört
- Schulungsinhalte und Lernziele
- Teilnehmerlisten mit Rollen und Datum
- Umfang und Format der Maßnahme
- Nachweise über erfolgreiche Teilnahme oder Verständnisprüfung
- Turnus der Auffrischung
Kompetenz als lebender Prozess
KI-Kompetenz ist keine einmalige Pflichtübung. Neue Tools, neue Anwendungsfälle und ein sich veränderndes Rechtsumfeld verlangen eine regelmäßige Aktualisierung. Ein wiederkehrender Zyklus aus Schulung, Dokumentation und Überprüfung macht aus einer Compliance-Anforderung einen echten Wettbewerbsvorteil.